KI ist wie eine IKEA-Küche: Die Teile sind da, aber geflucht wird beim Aufbau
Wer heute durch soziale Netzwerke und Kommentarspalten streift, stößt früher oder später auf einen Begriff, der zuverlässig Verachtung, Müdigkeit und ein wenig digitale Überheblichkeit bündelt: „AI Slop“. Gemeint ist damit jener Strom aus Texten, Bildern, Stimmen, Songs, Videos und Präsentationen, bei dem man nach wenigen Sekunden denkt: Ja, natürlich. Das hat wieder eine Maschine erledigt. Nicht immer falsch. Nicht immer schlecht. Manchmal sogar brauchbar. Aber oft eben erkennbar generisch, glattgebügelt und standardisiert. Und genau deshalb kam mir ein Vergleich in den Sinn: Die Nutzung von KI ist wie ein Produkt von IKEA. Zunächst klingt das wie ein Satz von einer schlechten Digital-Konferenz, kurz bevor jemand „Transformation“, „Mindset“ und „Use Case“ sagt. Aber je länger man darüber nachdenkt, desto passender wird die Analogie. Denn wie IKEA ist auch KI längst Teil des Alltags. Viele nutzen sie. Viele erkennen sie. Viele lästern über sie. Und sehr viele profitie...