Vom Mensch zum Mitspieler
Kürzlich las ich ein Buch, in dem in einer Szene beschrieben wurde, wie der niederländische Schachmeister Jan Hein Donner am 04. März 1982 gefragt wurde, was er tun würde, wenn er gegen einen Schachcomputer antreten müsste. Seine Antwort: "Ich würde einen Hammer mitbringen." Eine herrlich menschliche Reaktion, die mich schmunzeln ließ und zu folgender Überlegung führte: Auf die heutige Wirtschaft übertragen, muss die Antwort anders lauten. Unternehmen können ihre neuen, KI-getriebenen Wettbewerber nicht einfach mit einem Hammer zerschlagen. Wenn die Konkurrenz eine Maschine nutzt, bleibt nur eine logische Antwort: Man bringt selbst eine mit. Es war einmal einfach: Wir entwickelten Dinge für Menschen. Daten sollten verständlich, Prozesse nutzbar, Schnittstellen intuitiv sein. Dann kam die KI. Und plötzlich sitzt ein neuer Kollege am Tisch, der weder Kaffeepausen noch Schulungen braucht. Das Paradoxe daran: Wir reden viel darüber, wie wir Menschen mit der KI interagieren solle...